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Was tun?... bei Fersensporn

Aktualisiert: 3. Apr. 2023

Ein Ziehen in der Ferse beim ersten Schritt nach dem Aufstehen, naja das läuft sich raus...


So oder so ähnlich beginnt der schleichende Verlauf des zur Fußunterseite gelegenen Fersensporns. Im nächsten Moment kann es aber zu weit aus schmerzhafteren Erscheinungen kommen, bis hin zur akuten Entzündung des Sehnensatzes und einer dornartigen Fortsatzbildung an der Unterseite des Fersenbeins.


Mögliche Ursachen:


Doch worin liegt die Ursache dieses Schmerzsyndroms welches immerhin ca. 10% der Weltbevölkerung im Laufe des Lebens ereilt?

Risikofaktoren sind:


-Adipositas

-verkürzte Wadenmuskulatur z.B. durch langes Sitzen, oder tragen von hohen Absätzen

-Fußfehlstellungen im Bereich der Längsgewölbes


Die zur Fußunterseite gelegene Sehnenplatte (Aponeurosis Plantaris) verläuft vom Fersenbein bis hin zu den Zehen-Endgliedern.

Bei erhöhter Reizung, durch Zugkräfte ausgelöst bei obige Risiken kann es zur Entzündung des Sehnenansatzes an der Ferse kommen.


Differenzierung: Fersensporn - Plantarfasziitis

-Die entzündliche Reizung des Sehnenansatzes am Fersenbein = Plantarfasziitis
-Ein radiologisch festgestellte Knochenfortsatz zieht vom Fersenbein dornartig in die Plantare Fuß-Sehne und verursacht einen Druckschmerz beim Auftreten = Fersensporn plantar

So packen wir es an:


Beim akut entzündlichen Fersensporn empfehlen wir eine Weichbettungseinlage mit Fersenpolster für einen schmerzbefreiten Bewegungsablauf.

Eine Reduktion der Aktivität ist zu empfehlen, sowie weitere entzündungshemmende Maßnahmen. (Kühlung, Kompressionstherapie, Stoßwellentherapie...)


Nach Abklingen der Entzündungssymptome folgt mit Umstellung auf sensomotorisches Einlagen ein aktives Vorzubeugen am Fuß gegen Fehlstellungen/Verkürzungen um einer erneuten Entzündung präventiv entgegen zu arbeiten.


Weiter Therapieempfehlungen:


Dehnübungen und Faszientraining nach professioneller Anleitung. (siehe auch Artikel "Übungen mit der Faszienrolle")



Die Aufgeführten Versorgungs- und Therapiemöglichkeiten spiegeln unsre täglichen Arbeit im Umgang mit der obigen Symptomatik wieder und sind nicht zu Selbstdiagnose Zwecken geeignet.
Bei Beschwerden ist eine ärztliche Befundung unumgänglich!



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